Revisionsverfahren abgeschlossen

Präsidium spricht Vorstand einstimmig Vertrauen aus

Weimar, 02. März 2026.

Das vom AWO Landesverband Thüringen eingeleitete verbandliche Revisionsverfahren zum AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e. V. ist abgeschlossen. Die Prüfung hat im Rahmen der verbandlichen Revision keine Anhaltspunkte für finanzielle Unregelmäßigkeiten sowie für ein unzureichendes Projektmanagement der aktuellen Bauprojekte ergeben.

„Das Präsidium hat die Ergebnisse des Revisionsverfahrens sorgfältig ausgewertet und daraus klare Entscheidungen gezogen: Wir sprechen dem gesamten Vorstand – insbesondere dem Vorstandsvorsitzenden Frank Albrecht – einstimmig unser Vertrauen aus. Zugleich werden wir die weiteren Schritte eng begleiten und unsere Mitgliederstrukturen transparent über die Ergebnisse und die daraus abgeleiteten Maßnahmen informieren“, sagt Christian Lohmann, Vorsitzender des Präsidiums des AWO Regionalverbandes Mitte-West-Thüringen e. V.

Zugleich stellt das Präsidium klar: Die aus dem Revisionsverfahren resultierenden Hinweise und Auflagen werden zeitnah, konsequent und nachvollziehbar umgesetzt. Interne Strukturen und Prozesse werden dort weiterentwickelt, wo dies angezeigt ist.

Anlass und Durchführung der Revision
Der AWO Landesverband Thüringen informierte den Regionalverband mit Schreiben vom 29. August 2025, dass im Zusammenhang mit anonym vorgetragenen Anschuldigungen gegen den Vorstandsvorsitzenden sowie gegen den Regionalverband ein verbandliches Revisionsverfahren eingeleitet wurde. Ziel war es, die erhobenen Vorwürfe – einschließlich der von ehemaligen Gremienmitgliedern formulierten Anschuldigungen – sachlich, umfassend und unabhängig zu prüfen. Vorstand und Präsidium des Regionalverbandes haben das Verfahren konstruktiv und umfassend unterstützt.

Mit der Durchführung der Revision beauftragte der AWO Landesverband Thüringen die Erfurter Kanzlei Bette Westenberger Brink. Teile der Revision fanden in den Räumlichkeiten des Regionalverbandes statt. Ergänzend wurde ein gesondertes, vertrauliches Hinweisgebersystem („Vertrauenstelefon“) eingerichtet. Nach den im Verfahren vorliegenden Angaben gingen dort insgesamt 84 Rückmeldungen ein, überwiegend anonym. Diese betrafen insbesondere Führungs- und arbeitsorganisatorische Themen sowie sonstige betriebliche und verbandliche Belange; sie umfassten sowohl kritische als auch positive und anerkennende Rückmeldungen. Eine inhaltliche Aufschlüsselung erfolgt aus Datenschutz- und arbeitsrechtlichen Gründen nicht öffentlich.

Der Revisionsbericht wurde im Januar 2026 fertiggestellt; das Abschluss- bzw. Anhörungsgespräch fand am 13. Februar 2026 in den Räumlichkeiten des AWO Landesverbandes Thüringen statt.

Feststellungen und Weiterentwicklung
Gegenstand der Revision waren unter anderem Vorwürfe zur wirtschaftlichen Steuerung, zur Darstellung von Kennzahlen, zu Vergabeprozessen sowie zum Projektmanagement von Bauvorhaben (Schwerpunktjahre 2022 bis 2024). Wie im Abschlussgespräch festgestellt wurde, ergaben sich keine Anhaltspunkte für finanzielle Unregelmäßigkeiten sowie für ein unzureichendes Projektmanagement der aktuellen Bauprojekte.

Der Regionalverband hat einen geprüften Jahresabschluss 2024 vorgelegt. Das Jahresergebnis liegt im geplanten Rahmen. Im Zuge der Überprüfung zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen und transparenten Verbandsarbeit wurden zudem formale Mängel festgestellt. Daraus folgen Hinweise und Auflagen – insbesondere die Aktualisierung der Geschäftsordnungen für Vorstand und Präsidium. Darüber hinaus wird eine Qualifizierung/Schulung des Präsidiums zur Wahrnehmung seiner Aufgaben als Aufsichts- und Kontrollgremium implementiert, um die Aufsichtsfunktion weiter zu stärken. Parallel werden Vertretungsregelungen sowie die Geschäfts- und Aufgabenverteilung im Vorstand weiterentwickelt.

Umgang mit Hinweisen zu Führungskultur
Ein weiterer Themenkomplex betraf Hinweise zur Führungskultur und zum Führungsverhalten sowie vorgetragene Vorwürfe im Zusammenhang mit Grenzverletzungen. Auch dieser Themenkomplex war Bestandteil des Revisionsverfahrens. Der Regionalverband nimmt Hinweise dieser Art grundsätzlich ernst. Aus Gründen des Persönlichkeitsrechts, des Datenschutzes und arbeitsrechtlicher Schutzpflichten äußert sich der Regionalverband nicht zu vertraulichen Einzelvorwürfen oder personenbezogenen Details. Die im Verfahren gewonnenen Erkenntnisse werden genutzt, um Governance, interne Abläufe und Zusammenarbeit weiter zu stärken.

Transparente Information der Mitgliederstrukturen: Regionalsausschuss als nächster Schritt
Nach der internen Auswertung der Ergebnisse und der Information der Mitarbeitenden hat das Präsidium die Vorstände der Orts- und Fördervereine zu einem Regionalsausschuss eingeladen. In diesem Rahmen werden die Vorstände der Orts- und Fördervereine umfänglich über die Ergebnisse des Revisionsverfahrens sowie über die daraus abgeleiteten Maßnahmen und Umsetzungsschritte informiert.

Dank an Mitarbeitende
Das Präsidium dankt allen Mitarbeitenden, die das Verfahren begleitet und durch zusätzlichen Arbeitsaufwand unterstützt haben. Die Umsetzung der Auflagen und Weiterentwicklungen wird der Regionalverband strukturiert vorantreiben.

Pressekontakt
David Didßun
Stabsstelle Kommunikation & Marketing
AWO Regionalverband Mitte-West-Thüringen e. V.
E-Mail: pr@awo-mittewest-thueringen.de

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